23. Dezember 2013
Die Occupy-Bewegung ist gescheitert - ihre Nachfolger sind die "Akzelerationisten".
Die "Süddeutsche Zeitung" hat sich die neueste antikapitalistische Bewegung angeschaut. Sie schreibt, die Akzelerationisten versuchten, die Fehler von Occupy nicht zu wiederholen. Deswegen falle der Straßenkampf, die emotionale Frühphase einer Bewegung, aus. Stattdessen gehe es gleich mit der Büroarbeit los - und dem Instrument "Netzwerk", das für die Aktivisten ganz alltäglich ist.
Die "SZ" glaubt, dass der Akzelerationismus-Bewegung deswegen ein längeres Leben als Occupy bevorstehen könnte - auch wenn sich Schreibtischarbeit natürlich schlechter bebildern und erzählen lasse als Straßenkampf.
Der Name "Akzelerationismus" kommt von lateinisch "accelerare", "beschleunigen". Die neue Bewegung kritisiert nämlich genau dieses Phänomen in unserer Gesellschaft heute - im Kapitalismus gehe es zwar um Beschleunigung, aber nur selten um Fortschritt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)