23. Dezember 2013
Viele Uni-Chefs aus NRW dürften sich über die Weihnachtsferien nicht mit neuem Krimi-Lesestoff beschäftigen, sondern mit einem Gesetzentwurf.
In Nordrhein-Westfalen soll nämlich ein Gesetz dafür sorgen, dass die Landesregierung wieder mehr bei den Hochschulen mitbestimmen darf - zum Beispiel, wenn es um das Fächerangebot geht. Schließlich geht es auch um die Verwendung von Steuergeldern. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, befürchten viele Uni-Rektoren aber, dass sie damit künftig vom Land ferngesteuert werden. Die NRW-Hochschulen waren in den vergangenen Jahren bundesweit gesehen eher Vorreiter einer "Hochschulautonomie".
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze verspricht jetzt, dass sie sich nicht in Themen wie die Berufung von Professoren einmischen will. Sie will aber schon Vorgaben machen können, wenn es um die Arbeitsbedingungen geht - etwa um die wachsende Zahl der befristeten Arbeitsverträge. Nach Weihnachten will die Landespolitikerin noch einmal mit den Uni-Chefs über ihre Bedenken sprechen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)