23. Dezember 2013

Forscher-Initiative will Kampfroboter wie bei Star Wars verbieten lassen

Meistens hinkt das Recht der Technik hinterher.

Im Fall von Kampfrobotern und dem Kriegsrecht soll das anders werden, fordert eine Initiative von Forschern. Sie warnt vor den Folgen, wenn Kriegsparteien Roboter einsetzen, die autonom töten. Deswegen will sie, dass die Mitgliedsstaaten der UNO-Waffenkonvention den Einsatz der Kampfroboter verbieten, bevor sie überhaupt entwickelt wurden. Bisher gibt es die Maschinen nur in Science-Fiction-Filmen.

Das Fachjournal "Science" analysiert in einem Artikel das grundsätzliche Problem von Kampfdroiden. Maschinen - und damit eben auch Roboter - bräuchten eine klare Definition, wer ein Nicht-Kämpfer ist - also jemand, den sie nicht angreifen dürfen. Das lasse sich aber nicht so einfach definieren. Bei einer Kampfdrohne ist es bisher noch so, dass ein Mensch an der Fernbedienung sitzt. Militärs arbeiten aber schon an der Entwicklung von halb-autonomen Waffen, die sich selbständig Ziele suchen - dann müsste ein Mensch nur noch den Angriff genehmigen.

Die Mitgliedsstaaten der UNO-Waffenkonvention wollen sich im nächsten Mai mit dem Thema beschäftigen. Die Initiative hofft, dass es dann zu einem Verbot von Kampfrobotern kommt.

Der Artikel ist bei Science auf Englisch erschienen; heute hat ihn die "Süddeutsche Zeitung" auf Seite 18 in einer deutschen Übersetzung veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)