23. Dezember 2013
Wenn sich zwei verschiedene, aber ähnliche Tierarten den gleichen Lebensraum teilen, entwickeln sie sich im Laufe der Zeit immer weiter auseinander.
Diese Meinung hat schon Darwin vertreten, und auch heute finden Evolutionsforscher dafür immer wieder Belege. Denn wenn sich die Arten in unterschiedliche Richtungen entwickeln, machen sie sich weniger Konkurrenz.
Dieses Prinzip trifft aber nicht immer zu. Ein internationales Forscherteam berichtet im Fachjournal "Nature" von neuen Erkenntnissen über die Familie der Töpfervögel. Fast zehn Jahre lang sammelten die Wissenschaftler Daten über viele verschiedene Arten dieser Vögel, zum Beispiel deren DNA, ihre Körpergröße und die Melodien ihrer Rufe. Das Ergebnis: Eng zusammen lebende Arten werden nicht durch die Evolution dazu gedrängt, sich unterschiedlich zu entwickeln. Tatsächlich entstehen die meisten neuen Arten, wenn Populationen über längere Zeit geographisch voneinander getrennt werden. Unterschiedliche Vogelarten, die im gleichen Gebiet leben, haben sich den Forschern zufolge schon stark voneinander unterschieden, als sie sich zum ersten Mal begegneten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)