2. Januar 2014
Fünf Mal am Tag steht das öffentliche Leben in Saudi-Arabien für eine halbe Stunde still - immer dann, wenn in dem islamisch geprägten Land gebetet wird.
Wer dann zum Beispiel einkaufen will, steht vor verschlossenen Türen. Dass Geschäfte und Betriebe zur Gebetszeit dichtmachen, ist von offizieller Seite angeordnet.
Die strikten Regeln könnten aber bald gelockert werden. Der Chef der königlichen Religionspolizei in Saudi-Arabien hat das jetzt im Fernsehen angekündigt. Seiner Meinung nach ist es nicht nötig, die Geschäfte zu jedem muslimischen Gebet eine halbe Stunde zu schließen. Außerdem könne das Personal am Arbeitsplatz beten und müsse nicht jedes Mal extra zur Moschee gehen.
Saudi-Arabien ist das Geburtsland des Islam. Die Interpretation des islamischen Rechts ist dort sehr strikt und beinhaltet unter anderem Geschlechtertrennung und strenge Kleidungsvorschriften.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)