2. Januar 2014
Der Trend geht zum Pfarradministrator.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass viele katholische Bischöfe nicht mehr richtige Pfarrstellen vergeben. Junge Priester würden stattdessen als so genannte Pfarradministratoren eingestellt. Die bekommen zwar das gleiche Gehalt und haben die gleichen Aufgaben wie der Pfarrer. Aber sie sind rechtlich gesehen nur kommissarische Verwalter der Pfarrstelle. Das heißt unter anderem, dass der Bischof die Pfarradministratoren beliebig innerhalb des Bistums versetzen oder auch wieder entlassen kann. Wie die Zeitung weiter schreibt, fühlen sich viele Betroffene als Priester zweiter Klasse. Sie finden, dass die Praxis als dauerhaftes Druckmittel missbraucht wird, besonders bei Jungpriestern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)