2. Januar 2014
Wissenschaftliche Blogs bringen das Machtgefüge im arrivierten Forschungsbetrieb durcheinander.
Das sagt der Historiker Achim Landwehr - und findet es gut. Der Professor von der Universität Düsseldorf schreibt in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" über die Effekte des Internets auf wissenschaftliche Veröffentlichungen. Er ist sich sicher: Die eigentliche Veränderung für die Wissenschaft ist, dass es nicht länger an Personen oder Institutionen gebunden ist, etwas zu publizieren.
Deswegen sind seiner Meinung nach auch viele etablierte Forscher so negativ gegenüber wissenschaftlicher Bloggerei eingestellt. Für sie sei es besser, wenn Veröffentlichungen nur möglich sind, wenn vorher hohe Hürden übersprungen worden sind, z.B. indem man sich schon einen Namen gemacht hat.
Ob das Internet die Geisteswissenschaft aber insgesamt besser macht, da ist Achim Landwehr skeptisch. Die großen Heilsversprechen des Netzes hätten sich für die Wissenschaft noch nicht erfüllt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)