2. Januar 2014

Deutsch-Spanische Analyse: Finanzielle Interessenkonflikte können Studien beeinflussen

Auf wissenschaftliche Studien sollte man sich nicht automatisch verlassen.

Ein spanisch-deutsches Forscherteam rät: Besser erstmal schauen, wer hinter der Untersuchung steckt. Die Wissenschaftler haben sich Studien zu zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken angeschaut. Ihre Fragestellung: Nimmt man zu, wenn man viel Cola, Fanta und Co. trinkt? Dazu gibt es schon etliche Untersuchungen. Irritierend dabei: Sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Wissenschaftler aus Spanien und Deutschland fanden in Analysen heraus: Wenn die Studien von der Industrie finanziell gefördert wurden, war das Ergebnis meistens, dass es keinen Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Getränken und Übergewicht gibt. Hatte die Industrie mit der Untersuchung nichts zu schaffen, kam in der Regel genau das Gegenteil raus.

Das spanisch-deutsche Wissenschaftlerteam nannte das bedenklich. Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der Fachzeitschrift "PLOS MEDICINE".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)