3. Januar 2014
Der Austritt des Treibhausgases Methan am Boden der Meere könnte möglicherweise natürlichen Ursprungs sein.
Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Im Fachmagazin "Science" schreiben die Wissenschaftler, dass Gasaustritte, die in hunderten Metern Wassertiefe etwa im Nordatlantik beobachtet wurden, vermutlich doch nicht von der Erderwärmung ausgelöst werden. Den Forschern zufolge reichen schon saisonale Temperaturschwankungen aus, um die Stabilität des empfindlichen Methanhydrats zu gefährden. Zudem fanden sie heraus, dass Gasaustritte möglicherweise bereits seit mehreren 1.000 Jahren stattfinden. Das ist das Ergebnis umfangreicher Untersuchungen aus den vergangenen Jahren vor der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen.
Methanhydrat ist eine Mischung aus Wasser und Methangas. Es lagert am Meeresboden und bleibt nur unter hohem Druck und bei niedrigen Temperaturen stabil. Der Austritt von Methangas war wiederholt beobachtet worden und man hatte vermutet, dass dies auf den Klimawandel zurückzuführen sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)