3. Januar 2014

Gedenkstättendirektor Knabe: DDR-Symbole sollten verboten werden

DDR-Symbole sollten verboten werden.

Das meint der Historiker Hubertus Knabe. Der Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist unzufrieden, dass die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag kein Verbot von DDR-Symbolen vereinbart hat. Dem Evangelischen Pressedienst sagte er, es sei bedauerlich, dass sich die ostdeutschen CDU-Abgeordneten nicht mit ihrer Forderung hätten durchsetzen können. Für die Opfer der SED-Diktatur sei es schwer verständlich, warum die Leugnung ihres Leidens nicht bestraft werde.

Unter anderem am Checkpoint Charly in Berlin-Mitte stehen praktisch täglich Menschen in DDR-Uniform. Darüber hat es immer wieder Diskussionen gegeben. Nach Knabes Meinung wirft das kein gutes Licht auf Deutschlands Umgang mit der Vergangenheit - zumal in vielen früheren kommunistischen Ländern die Leugnung und Rechtfertigung der Verbrechen des Kommunismus verboten sei. Daran könne sich Deutschland orientieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)