6. Januar 2014
Bei einem schweren Vulkanausbruch ist es im Prinzip ähnlich wie bei einem Fußball, der mit Luft gefüllt unter Wasser gedrückt ist.
Weil das Wasser schwerer ist als die Luft im Ball, wird er nach oben gepresst und springt durch die Wasseroberfläche. Ganz ähnlich funktioniert es beim Ausbruch von besonders großen Vulkanen - den Supervulkanen - allerdings mit schlimmeren Folgen. Zwei Forschergruppen haben untersucht, was Eruptionen auslöst, die statt Vulkankegeln bei normalen Ausbrüchen riesige Krater mit bis zu 100 Kilometern Durchmesser erzeugen. Sie schreiben in zwei Artikeln im Fachjournal "Nature Geoscience", dass dafür schon der Auftrieb des Magmas ausreicht, der durch die unterschiedliche Dichte zwischen dem Magma und dem Umgebungsgestein entsteht. Dadurch entwickle sich in der unterirdischen Magma-Kammer ein Überdruck, der zum Ausbruch des Supervulkans führt. Weitere Mechanismen wie tektonische Spannung könnten zu einer Eruption beitragen, seien aber nicht erforderlich.
Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, schlafende Supervulkane besser zu verstehen. Allerdings sind ihre Ausbrüche selten: Das letzte Mal ist ein Supervulkan vor Zehntausenden Jahren explodiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)