6. Januar 2014

Politikwissenschaftlerin: Auch Medien tragen zu Phänomen der Wechsel- und Nichtwähler bei

Die klassischen Arbeiter- und Unternehmer-Milieus gibt es in Deutschland längst nicht mehr. Deshalb haben Volksparteien es mittlerweile schwer. Viele Menschen sind zu Wechselwählern geworden oder gehen gar nicht wählen.

Die Politikwissenschaftlerin Sigrid Roßteutscher von der Frankfurter Goethe-Uni meint, dass auch die veränderte Medienlandschaft ein Grund für Wechsel- und Nichtwähler ist. Seit 1990 gibt es noch mehr private Radio- und Fernsehsender, insgesamt ist der Medienmarkt also viel größer geworden. Roßteutscher meint, dass deswegen auch Informationen über Politik nicht mehr eindeutig, sondern sehr vielfältig und deshalb schwieriger einzuordnen sind. Außerdem könnten Bürger, die sich nicht für Politik interessieren, einfach umschalten und Politik ausblenden.

Roßteutscher zufolge gehen vor allem Menschen mit niedrigem Bildungsstatus nicht wählen. Das wird ihrer Meinung nach auch in der Zukunft ein Problem bleiben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)