6. Januar 2014

Forscher entwickeln künstliches Knochenmark - kann später Leukämie-Patienten helfen

Unsere Blutkörperchen werden ständig durch neue ersetzt. Der Nachschub kommt von den Stammzellen im Knochenmark. Die bilden die neuen Blutzellen.

Leukämie-Patienten haben das Problem, dass die Stammzellen im Knochenmark zerstört werden. Deshalb brauchen sie neues Knochenmark von Spendern. Dass das passt, ist selten.

Forschern aus Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen ist es jetzt gelungen, eine Substanz nachzubilden, die dem Knochenmark ähnelt und in der sich die Stammzellen auch vermehren können. Die Wissenschaftler hoffen, dass man mit dieser Methode in Zukunft Stammzellen für Leukämie-Patienten künstlich herstellen kann und sie dann nicht mehr auf Spenden angewiesen sind. Bis es soweit ist, vergehen nach Angaben der Forscher aber noch etwa zehn bis 15 Jahre.

Die Studie ist im Fachmagazin "Biomaterials" erschienen, die Forscher kommen vom Karlsruher Institut für Technologie, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Stuttgart und der Uni Tübingen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)