7. Januar 2014
Karies ist eine typische Zivilisationskrankheit und damit eigentlich ein modernes Problem.
Unsere Vorfahren, die noch keinen raffinierten Zucker und verarbeitetes Getreide kannten, hatten damit eigentlich noch nicht zu kämpfen. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Anthropologen aus London haben herausgefunden, dass für die Jäger und Sammler vor 15.000 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Marokko faule Zähne durchaus ein Problem waren. Das berichten die Forscher im Fachjournal "PNAS". Sie haben mehrere Dutzend Gebisse untersucht und bei fast jedem Karies nachweisen können. Die Wissenschaftler haben dafür auch eine Erklärung. Sie sagen: Die Menschen in Nordafrika ernährten sich damals hauptsächlich von Eicheln und Pinienkernen. Die darin enthaltenen Kohlenhydrate sorgten für Zahnbelag und der führte dann zu Karies.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)