7. Januar 2014

Gründungsprofessor der Jacobs University: Private Voll-Unis funktionieren in Deutschland nicht

In Deutschland sind private Voll-Universitäten zum Scheitern verurteilt.

Das folgert die "Süddeutsche Zeitung" aus den Problemen der Bremer "Jacobs University". Im November war der Präsident der privaten Hochschule zurückgetreten - seitdem sei das endgültige Aus näher gerückt, schreibt einer der ersten Professoren der Uni, Günther Zupanc.

Die "Jacobs University" wurde nach ihrem Start als "Harvard an der Weser" gerühmt: Sie war als Volluniversität mit komplettem Fächerspektrum angelegt, sollte ohne staatliche Hilfe auskommen, aber trotzdem beste Studienbedingungen bieten. Ohne Spenden geht das trotz hoher Studiengebühren auch in Harvard nicht. Das Problem: Bei uns herrscht laut Zupanc die Mentalität vor, dass Bildung allein Aufgabe des Staates sei und deswegen kostenlos zur Verfügung stehen müsse.

Der Ex-Bremer Professor glaubt aber, dass private Nischenhochschulen in Deutschland durchaus Chancen haben - zum Beispiel mit Fächern, die nicht so teuer sind wie die Naturwissenschaften. Auch Jura oder BWL anzubieten könne sich lohnen, weil Studenten dort für gute Karriere-Aussichten eher hohe Gebühren in Kauf nähmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)