7. Januar 2014

Reiche werfen oft Fertiggerichte weg, Arme eher Obst und Gemüse

Ihr Forschungsobjekt waren fünf Tonnen Restmüll.

Fraunhofer-Forscher und Wissenschaftler der Universität Gießen haben in einer Studie ermittelt, wer was wegwirft. Ihr Ergebnis: Die Art des Mülls hat viel mit der Wohn- und der Lebenssituation der Menschen zu tun. Unter anderem fanden sich im Abfall von Mehrfamilienhäusern und Wohnblocks öfter Lebensmittel als in den Tonnen von Einfamilienhäusern. In Gegenden mit vielen Gutverdienern lagen außerdem mehr teure Fertigprodukte im Müll, in ärmeren Haushalten waren es mehr Obst und Gemüse.

Ob arm oder reich, eines hatten alle gemeinsam: Die Hälfte der Lebensmittel im Müll war noch gut, als sie weggeschmissen wurden. Darin liegt auch der Forschungsauftrag der Wissenschaftler. Sie wollen erreichen, dass weniger Essen im Müll landet. Sie schlagen dafür unter anderem vor, dass besser über das Mindesthaltbarkeitsdatum informiert wird und darüber, wie Obst und Gemüse am besten gelagert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)