8. Januar 2014

Medizinforschung: Teurer Schrott - Wissenschaftler fordern Umdenken

Die medizinische Forschung kostet weltweit hunderte Milliarden Dollar pro Jahr - produziert aber offenbar vor allem eins: teuren Müll.

Das kritisieren mehrere Autoren in der Fachzeitschrift "The Lancet". Als ein Beispiel nennen sie die Biomedizinforschung, für die allein im Jahr 2010 rund 240 Milliarden US-Dollar ausgegeben wurden. Das Problem: Bei bis zu 89 Prozent der klinischen Studien klappten die Experimente nicht, wenn ein anderer Forscher versuchte, sie zu wiederholen - einer der gröbsten Fehler in der Wissenschaft. Die Diagnose der Lancet-Autoren: Die Medizinforschung ist oft nicht systematisch genug. Es gehe eher um kurzfristige Erfolge als belastbare Ergebnisse und Fehlschläge würden erst gar nicht veröffentlicht. Daher ihr Appell: "Wir sollten innehalten und reflektieren, was wir eigentlich tun."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)