8. Januar 2014
Es ist ein Menschheitstraum: eine zweite Erde zu entdecken.
Doch die Suche nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, ist kompliziert. Bisher lässt sich ihre Existenz fast nur über indirekte Methoden nachweisen - wenn zum Beispiel ein Stern kleine Wackler in der Gravitation oder in seinem Leuchten hat, kann man darauf schließen, dass das ein Planet verursacht, der seine Bahnen um den Stern zieht.
Jetzt haben Forscher aber an einem Teleskop in Chile eine Kamera eingeweiht, die Exoplaneten direkt aufnehmen kann. Die Astronomen waren von den ersten Tests begeistert und zeigten die ersten Bilder auch auf einer Fach-Tagung. Dieses Jahr wollen sie damit bei 600 Sternen auf Exoplaneten-Suche gehen.
Weil die neue Kamera auf der Erde steht und durch die Atmosphäre durchschauen muss, kann sie vorerst nur Planeten in der Größe von Jupiter aufspüren. Doch die Technik könnte künftig auch bei Weltraumteleskopen eingesetzt werden. So, hofft einer ihrer Entwickler, könnte die Kamera tatsächlich eines Tages den kleinen blauen Punkt einer anderen Erde zeigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)