8. Januar 2014

Holocaust-Doku von Hitchcock soll veröffentlicht werden

Eigentlich war er Horror gewohnt, aber die Arbeit an einer Dokumentation über deutsche Kriegsverbrechen nahm selbst Alfred Hitchcock stark mit.

Wie die Zeitung "The Independent" berichtet, hatte Hitchcock 1945 mit einem Freund an dem Dokumentarfilm gearbeitet. Dabei verwendete er unter anderem Material von der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Hitchcock war von den Bildern so betroffen, dass er tagelang nicht ins Studio kam.

Der Film verschwand laut der Zeitung später in einem Museums-Archiv, weil die Alliierten beschlossen hätten, es sei für den deutschen Wiederaufbau nicht gut, die Menschen dort zu stark mit der Vergangenheit zu konfrontieren. In den 80er Jahren sei das Material dann von einem US-Forscher wiederentdeckt worden. Im Moment wird der Film restauriert und soll zum Jahresende fertig sein. Das Museum teilte mit, dann könne er im britischen Fernsehen oder auf Festivals gezeigt werden. Dabei soll das historische Material von einer neuen Dokumentation begleitet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)