9. Januar 2014
Was vor 9.000 Jahren passiert ist, lässt sich heute oft nur schwer nachvollziehen.
Das gilt auch für ein Wandgemälde in der Hochebene Anatoliens. Dort stand eine der ältesten Großsiedlungen der Welt. Ihr Name: Çatalhöyük. Im Jahr 1963 entdeckte der Brite James Mellaart dort ein Wandgemälde und stellte die These auf, dass es sich um einen Stadtplan handelt - es wäre damit der älteste der Welt. Zwei kegelförmige Figuren interpretierte er als einen dokumentierten Vulkanausbruch. Andere Forscher sahen in den abstrakten Mustern allenfalls Ähnlichkeit mit einem Leopardenfell.
Jetzt gibt es neue Hinweise, dass an der Stadtplan-These doch etwas dran sein könnte. Wie "Wissenschaft.de" berichtet, hat ein Forscherteam nämlich nachgewiesen, dass in der Gegend vor 9.000 Jahren tatsächlich ein Vulkan ausgebrochen ist: Und das könnte heißen, dass der älteste Stadtplan der Welt wirklich aus Anatolien stammt - der heutigen Türkei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)