10. Januar 2014
Die Bewohner von den Favelas in Rio de Janeiro haben zwar eine bessere Bildung als früher, aber deshalb noch lange nicht bessere Zukunftschancen.
Das sagt die US-amerikanische Anthropologin Janice Perlman in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Perlman ging Ende der 1960er Jahre in die brasilianischen Favelas und besuchte deren Bewohner vierzig Jahre später wieder. Ihre Beobachtung: Während in den Sechzigern noch viele Menschen Analphabeten waren, konnten die Enkel dieser Bewohner nun alle Lesen und Schreiben. Ein Viertel von ihnen hatte einen High-School-Abschluss, gut jeder Zehnte war sogar auf der Uni. Einen besseren Job hatten aber nur wenige. Perlman meint, das liege unter anderem an dem Stigma der Favela-Einwohner.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)