10. Januar 2014

Weniger Fleischfresser bedeuten weniger Pflanzen

Der Zusammenhang drängt sich zunächst nicht auf:

In den Gebieten der Erde, in denen große fleischfressende Tiere immer weniger werden, verschwinden auch zusehends die Pflanzen.

Wissenschaftler der Oregon States Universität haben das untersucht und ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Science" veröffentlicht. Demnach führt der Schwund an Raubtieren dazu, dass sich Pflanzenfresser zu stark vermehren. Im Yellowstone-Nationalpark sei die Zahl der Wölfe und Pumas deutlich zurückgegangen. Die Folge: Rotwild und Elche fressen vermehrt die Bäume an und plündern die Vegetation in den Flusstälern. Inzwischen sei das Phänomen so weit fortgeschritten, dass Erosionsgefahr bestehe.

Laut den Forschern muss der Mensch den Raubtieren mehr Toleranz entgegen bringen - und ihre Rolle für die Ökosysteme anerkennen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)