10. Januar 2014

New Scientist: Vogelgrippe-Virus ist unterschätzt

Nachdem vor einigen Tagen erstmals eine Nordamerikanerin am Vogelgrippevirus H5N1 gestorben ist, schlägt die [Fachzeitschrift "New Scientist"|:http://www.newscientist.com/article/dn24850-threatwatch-h5n1-death-highlights-global-flu-danger.html] Alarm:

Dort heißt es, Wissenschaft und Medizin hätten den verschiedenen Vogelgrippe-Erregern bisher nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei beruft sich die Zeitschrift auf den Leiter der kanadischen Gesundheitsbehörde in Alberta. Er sagte, das wirkliche Wunder an diesem Fall sei, dass er überhaupt als Vogelgrippe diagnostiziert wurde. In den allermeisten Fällen geschehe das nicht.

Das Problem ist, dass die Menschen letztendlich an Symptomen wie Lungenentzündung sterben, die auch von anderen Krankheiten ausgelöst werden können. Vogelgrippe werde deshalb immer nur dann erkannt, wenn nach dem Tod der Krankheitserreger genau untersucht werde. Weil das selten der Fall sei, würden auch gefährliche Mutationen nicht ausreichend erforscht. Beunruhigender als H5N1 sei das neue Virus H7N9.

Im Jahr 2011 sind knapp 650 Fälle von H5N1 bei Menschen entdeckt worden. Mehr als die Hälfte der Infizierten starben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)