10. Januar 2014
Der zweitgrößte deutsche Buchhändler ist pleite.
Der katholische "Weltbild"-Verlag hat heute Insolvenz angemeldet. Als Grund gibt das Unternehmen unter anderem an, dass der Umsatz in den vergangenen Monaten zurückgegangen ist.
"Weltbild" hatte schon länger finanzielle Probleme. Der Insolvenzantrag betrifft nach eigenen Angaben nur die Verlagsgruppe in Augsburg. Dort arbeiten 2.300 Menschen. Alle "Weltbild"-Filialen, die Gesellschaften in Österreich, der Schweiz und das Internetportal bücher.de sind von dem Insolvenzantrag nicht betroffen.
Der traditionsreiche Verlag gehört unter anderem zwölf katholischen Bistümern. Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi machte der Kirche schwere Vorwürfe. Die Bistümer sollen den Geldhahn zugedreht und Kapitalzusagen in Millionenhöhe zurückgezogen haben. Der Verdi-Sprecher sagte, die Kirche sei sich der Verantwortung gegenüber den "Weltbild"-Beschäftigten nicht bewusst und nehme den drohenden Arbeitsplatzverlust in einem zukunftsfähigen Unternehmen billigend in Kauf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)