13. Januar 2014
Austern mag man oder eben nicht. Sie sind salzig und glibberig und außerdem werden sie lebend gegessen.
Wen vor allem der tierische Aspekt stört, der kann das gleiche Geschmackserlebnis auch vegetarisch haben. Spitzenköche in Frankreich setzen wieder vermehrt auf die Austernpflanze. Sie schmeckt nach Auster, ist aber nicht glibbrig und auch kein Tier. Die Pflanze hat graugrüne Blätter und blassblaue Blüten. Sie wuchs früher wild an den Stränden der Normandie und ist dort aber fast ausgestorben. Köche und Hobbygärtner haben sie wiederentdeckt und bauen sie wieder an. Die Mertensia maritima, wie der Botaniker sagt, braucht eine Weile in der Zucht, aber dann ist sie absolut robust und erträgt sogar extreme Temperaturen.
Auf dem Teller empfehlen Köche die Austernpflanze im Mix mit Rucola als Salat, andere machen Kräuterbutter daraus oder essen sie zu Jakobsmuscheln. Weil die Nachfrage stetig steigt, haben auch niederländische Gärtnereien angefangen, die Austernpflanze anzubauen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)