13. Januar 2014

Auen und Feuchtgebiete in China auf dem Rückzug

China hat ein Fünftel der Weltbevölkerung aber nur sechs Prozent der weltweiten Frischwasserresourcen.

Das ist wenig, und es wird noch weniger. In den vergangenen zehn Jahren sind in China Auen und Feuchtgebiete um fast 9 Prozent zurückgedrängt worden. Das heißt, eine Wasserspeicherfläche so groß wie Holland ist verschwunden. Das hat die Staatliche Forstverwaltung mitgeteilt. Die meisten Feuchtgebiete mussten Feldern und Anbauflächen weichen, teilweise großen Bauprojekten und umfassenden Infrastrukturmaßnahmen. Der Klimawandel tut sein Übriges. Die Forstverwaltung schlägt jetzt Alarm und sagt, dass das Verschwinden der natürlichen Wasserspeicher das Wirtschaftswachstum und die gesellschaftliche Stabilität bedroht.

Das Wasserproblem könnte sich noch vergrößern. 70 Prozent des chinesischen Stroms kommen aus wasserintensiven Kohlekraftwerken und in den nächsten Jahren sollen noch einige dazukommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)