13. Januar 2014

Abschreckende Bilder auf Zigaretten -Warnpackungen offenbar erfolgreich

Abschreckende Bilder auf Zigarettenschachteln haben in Australien offenbar Wirkung gezeigt.

Als Beweis führen australische Forscher im Fachjournal "Medical Journal of Australia" die deutlich steigenden Anrufe bei einer Telefon-Hotline an - der Quitline. Sie hilft Menschen, mit dem Rauchen aufzuhören. Seit Einführung der abschreckenden Verpackungen soll die Zahl der Anrufe dort um fast 80 Prozent zugenommen haben.

Seit Oktober 2012 dürfen Zigaretten in Australien nur noch in einheitlich schlammfarbenen Schachteln mit großflächigen Bildern von Krebsgeschwüren oder Raucherlungen verkauft werden. Der Markenname ist nur noch klein und unauffällig darauf zu lesem.

In Australien liegt die Rate der Erwachsenen, die rauchen, mittlerweile bei 16 Prozent - eine der niedrigsten Raten weltweit. Tabakkonzerne waren bis vors höchste australische Gericht gezogen, um die Verpackungsgesetze zu kippen, scheiterten dort aber.

Die Studie ist von dem australischen Krebs-Institut in Auftrag gegeben worden.

Auch die EU will mit strengeren Tabakgesetzen die Bürger künftig vom Rauchen abschrecken. Die Botschafter der EU-Staaten stimmten am 18. Dezember für einen Gesetzesentwurf, der ab 2020 das Verbot von Mentholzigaretten vorsieht. Außerdem sollen Schockbilder den Tabakkonsum unattraktiv machen - Fotos von Geschwüren oder Raucherlungen sowie Warnhinweise müssen 2016 mindestens 65 Prozent der Packungsoberfläche abdecken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)