13. Januar 2014

Gehirnerschütterungen: Forscher entwickeln einfachen Nachweis

Bei vielen Sportarten wie Basketball, Eishockey oder Football gehört ein Sturz oder ein Schlag auf den Kopf leider dazu - häufig führt das zu Gehirnerschütterungen.

Wenn die Sportler dann zu früh wieder auf das Spielfeld geschickt werden und noch einen Schlag gegen den Kopf erhalten, können diese Verletzungen zu großen Schäden führen. Eine Gehirnerschütterung kann bisher aber nur durch eine Computer- oder Kernspintomografie diagnostiziert werden. Für Trainer und Ärzte war vor Ort nicht zu entscheiden, ob ein Spieler zu seinem eigenen Schutz aus dem Spiel genommen werden musste.

Ein Team aus deutschen und US-Ärzten arbeitet deshalb an einem Bluttest, mit dem sich einfach und schnell nachweisen lassen soll, ob ein Sportler eine Gehirnerschütterung hat. Es hängt den Forschern zufolge mit dem Wert eines Proteins (S100B) im Blut zusammen. Bei ihren Untersuchungen zeigte sich: Eine Gehirnerschütterung ließ den Wert des Proteins förmlich in die Höhe schnellen.

Ziel ist es nun, den Bluttest so zu verfeinern, dass ihn jeder Arzt am Spielfeldrand durchführen kann, um die Sicherheit der Sportler zu erhöhen.

Die Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "PLOS ONE" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)