13. Januar 2014
Den russischen Waffenerfinder Michail Kalaschnikow haben kurz vor seinem Tod offenbar Gewissensbisse geplagt.
Einem Bericht der russischen Zeitung "Iswestija" zufolge schrieb er im April vergangenen Jahres einen Brief an den Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche. Er frage sich immer wieder, ob er die Schuld für den Tod von Menschen trage, selbst wenn sie Feinde waren. Sein seelischer Schmerz sei unerträglich, angesichts der unzähligen Menschen, die durch Schüsse aus dem von ihm konstruierten Gewehr AK-47 getötet worden sind.
Der Patriarch Kirill hat ihm laut dem Bericht geantwortet: Die Position der Kirche sei eindeutig: Falls Waffen dazu dienten, das Vaterland zu verteidigen, unterstütze die Kirche sowohl ihre Erfinder als auch die Soldaten, die sie einsetzten.
Kalaschnikow war Ende Dezember im Alter von 94 Jahren gestorben. Er galt in der Sowjetunion und in Russland als Nationalheld. Das AK-47 wurde weltweit mehr als hundert Millionen Mal hergestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)