14. Januar 2014

Arme Teenager in den USA werden dicker - die andern nicht

Seit zehn Jahren gibt es etwa gleich viele Jugendliche in den USA, die zu dick sind.

Das klingt erstmal wie eine gute Nachricht, denn vorher war der Anteil übergewichtiger junger Menschen stark gestiegen. Forscher der Uni Harvard haben sich die Zahlen aber genauer angesehen und festgestellt: So einfach ist es nicht. Tatsächlich werden Teenager aus reicheren Familien schlanker - in den unteren Schichten gibt es dafür umso mehr dicke Jugendliche. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt "PNAS" berichten, gab es die Schere, wenn man nach Einkommen der Eltern trennte, aber auch, wenn nach deren Bildungsgrad unterschieden wurde. In gebildeten Familien wird demnach mehr Sport getrieben und die Kinder essen weniger Kalorien.

Die Forscher schlagen Infokampagnen speziell für Jugendliche aus armen Familien vor. Außerdem müsse man untersuchen, warum Gesundheitsinformationen bei verschiedenen Schichten anders ankämen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)