14. Januar 2014

Geld zu reinigen, würde Regierungen weltweit Milliarden sparen

Warum Geldwaschen am Ende Geld sparen kann?

Weil wir hier vom Reinigen reden und nicht von kriminellen Machenschaften. Denn auch Geldscheine werden irgendwann schmutzig - und werden dann zerstört. Und das alles kostet Geld. Viele Scheine könnten laut einem Bericht von "Wissenschaft aktuell" länger im Umlauf bleiben, wenn man sie säubern würde. Demnach haben US-Physiker dafür einen Vorschlag: sogenanntes überkritisches Kohlendioxid. Das entfernt vor allem menschliches Hautfett und Motoröl, aber auch Keime von den Banknoten - aber die Sicherheitsmerkmale der Scheine bleiben dabei intakt. Wie die Physiker im Fachmagazin "Industrial & Engineering Chemistry Research" schreiben, kommt CO2 in den überkritischen Zustand, wenn es gleichzeitig erwärmt und komprimiert wird. Dann ist es flüssig und gasförmig zugleich und kann gut zwischen Papierfasern eindringen und Schmutzpartikel bewegen. "Wissenschaft aktuell" erklärt es so: Wenn dann der Druck abfällt und das CO2 schlagartig wieder gasförmig wird, nehmen die auseinander fliegenden Moleküle den Schmutz mit und schleudern ihn in passende Filter.

Die Forscher konstruierten darauf basierend eine spezielle Waschmaschine, die ganze Geldbündel reinigt.

Derzeit liegt die Lebensdauer eines Geldscheins laut dem Bericht weltweit bei 3 bis 15 Jahren, bis er aussortiert wird. Die Zahl der aussortierten Banknoten soll sich laut den Autoren weltweit auf knapp 150 Milliarden Stück im Jahr belaufen, die Kosten auf mehr als 7 Milliarden Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)