14. Januar 2014

Umfrage: Mehrheit fordert bessere Betreuungsangebote für Kinder aus armen Familien

Staat und Gesellschaft tun zu wenig gegen Kinderarmut.

Das finden drei Viertel der Deutschen laut einer repräsentativen Umfrage, die das Kinderhilfswerk in Auftrag gegeben hat. Was genau getan werden soll, dazu haben die meisten der rund 1.000 Befragten auch Ideen: etwa, dass Kinder aus ärmeren Familien nicht für Lehrmittel in der Schule bezahlen müssen, das Essen dort für sie kostenlos ist und sie Zugang zu Bildungs-, Kultur- und Sportangeboten bekommen. Außerdem fordern viele kostenlose Ganztagsbetreuung und mehr Sozialarbeiter, die sich in Schulen und Kitas um benachteiligte Kinder kümmern. Für all das ist der Großteil der Befragten - also zwei Drittel - auch bereit, mehr Steuern zu zahlen.

Als Gründe für Kinderarmut machen viele Niedriglöhne und unsichere Beschäftigungsverhältnisse und die Lage Alleinerziehender aus. Nach Berechnungen des Kinderhilfswerks sind in Deutschland rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut betroffen - das ist etwa ein Fünftel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)