14. Januar 2014
Wer einen guten Job möchte, braucht auch eine gute Ausbildung.
In Kanada stimmt das Prinzip anscheinend nicht. In den ölreichen Provinzen haben junge Menschen eher die Wahl: Suche ich mir gleich einen gut bezahlten Job in der Ölindustrie oder gehe ich noch studieren? Ein Bericht des kanadischen Statistikamts besagt: Sie entscheiden sich zunehmend für den Job und gegen das Studium.
In den Ölprovinzen Alberta, Saskatchewan und Neufundland ist demnach das Einkommensniveau in Jahren 2001 bis 2008 um ein Fünftel gestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl junger Männer in einer weiterführenden Ausbildung, von 44 auf 37 Prozent. In den Nachbarprovinzen blieb der Anteil dagegen etwa gleich. Ein Wirtschaftsprofessor der Uni Calgary warnt in der Zeitung "Calgary Herald": Nach jedem Boom kommt auch eine Pleite - aber dann könne man ja noch vom Ölfeld zurück an die Uni gehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)