14. Januar 2014
Die DDR hat mit dem Blut von Häftlingen Kasse gemacht.
Nach einem Bericht der ARD-Sendung "Report Mainz" geht das aus einer noch unveröffentlichten Studie der Stasi-Unterlagenbehörde hervor. Demnach mussten in den 80er Jahren Häftlinge in zwei Gefängnissen in Thüringen und Sachsen Blut spenden - den Stasi-Akten zufolge geschah das nicht freiwillig. Über einen Zwischenhändler in der Schweiz gingen die Blutpräparate in die Bundesrepublik. Dort bezahlte das Bayerische Rote Kreuz für die erzwungenen Spenden.
Ob die Quelle damals bekannt war, ist unklar. Nach Angaben des Roten Kreuzes lässt sich das heute nicht mehr nachvollziehen. Der Landesgeschäftsführer in Bayern sagte, er bedaure die Vorkommnisse zutiefst.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)