14. Januar 2014

Studie: Gebildete Schwarze erscheinen in der Erinnerung "weißer"

Unsere Vorurteile sind uns heilig - und wenn die Wirklichkeit nicht dazu passt, dann wird sie eben passend gemacht.

Dazu haben Forscher mehrerer Unis in den USA eine interessante Studie veröffentlicht. Sie sagen: Es ist bekannt, dass Afro-Amerikanern in den USA eher negative Eigenschaften zugeschrieben werden. Was passiert also, wenn man einen Schwarzen trifft, der diesem Bild nicht entspricht? Um das zu testen, zeigten die Wissenschaftler 160 Probanden Bilder von schwarzen Männern, die mal mit "ignorant" und mal mit "gebildet" betitelt waren. Später sollten die Teilnehmer angeben, wie dunkel die Haut des gesehenen Mannes war - dazu durften sie aus mehreren Fotos auswählen. Ergebnis: Die "gebildeten" Männergesichter waren in der Erinnerung der Probanden weißer als die anderen. Ihnen wurde deutlich häufiger ein hellerer Teint zugeschrieben.

Die Forscher folgern: Unser Erinnerungsvermögen schützt sozusagen unsere Vorurteile, indem es Erfahrungen verfälscht, die nicht dazu passen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)