15. Januar 2014

Dritter Symbiose-Partner bei Akazien und Ameisen entdeckt

Von einer Symbiose profitieren immer beide Seiten.

Bei Akazien und Ameisen sieht es so aus: Die Bäume bieten Futter und Schutz, dafür sind die Ameisen eine Art Leibwächter gegen Fraßfeinde. Max-Planck-Forscher haben jetzt herausgefunden, dass der Beitrag der Ameisen weiter geht als bisher gedacht. Akazien mit Ameisen sind nämlich auch besser vor schädlichen Bakterien geschützt als Akazien ohne Ameisen. Die Forscher vermuten, dass dabei Mikroorganismen helfen, die auf den Ameisenbeinen leben und so in Kontakt mit den Akazien-Blättern kommen. Das heißt, dass neben Baum und Ameise noch ein dritter Symbiose-Partner hinzukommen könnte. Die Wissenschaftler empfehlen, auch bei anderen Studien zur Symbiose künftig zu untersuchen, ob auch Bakterien oder andere Mikroorganismen dabei eine Rolle spielen.

Die Studie ist im Fachjournal "New Phytologist" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)