15. Januar 2014
Der europäische Fußball tut nicht genug gegen Antisemitismus.
Das findet der Europäische Jüdische Kongress (EJC). Hintergrund ist ein Vorfall in einem polnischen Stadion, wo Anhänger des Vereins Lech Posen mit ihren Fangesängen auf den Weg von Juden ins KZ Auschwitz anspielten. Der zuständige Staatsanwalt hatte das allerdings nicht als antisemitisch eingestuft. Auch dem französischen Fußball wirft der EJC Antisemitismus vor. Dort hatte der Stürmer Nicolas Anelka vor Kurzem den sogenannten Quenelle-Gruß gezeigt. Er gilt in Frankreich als eine Art Hitler-Gruß und wird oft zur Provokation benutzt.
Der Präsident des EJC kritisierte, Vorfälle wie diese und die Untätigkeit der Verbände zeigten, dass Antisemitismus das letzte akzeptierte Vorurteil im Fußball sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)