16. Januar 2014
Nur die linke reicht nicht - zum Sprechen braucht man beide Gehirnhälften.
Dieses Ergebnis haben Forscher im Magazin "Nature" veröffentlicht. Sie schreiben: Früher habe man geglaubt, dass akustische Signale und Motorik zum Sprechen in derselben Gehirnhälfte verarbeitet und gesteuert werden. Allerdings habe es nur ungenaue Daten gegeben, aus Untersuchungen von Patienten mit Hirnverletzungen und Sprachproblemen.
Die Forscher nutzten dagegen Daten aus Elektrokortikogrammen - dabei werden Elektroden direkt auf der Hirnrinde angebracht. Das geschieht zum Beispiel bei Epilepsie-Patienten vor einer OP. Diesen Probanden gaben die Forscher Nonsense-Wörter wie "pop" oder "kig" zum Nachsprechen, um zu vermeiden, dass Gehirnregionen aktiv werden, die für das sinnvolle Zusammensetzen von Wörtern zuständig sind. Es habe sich gezeigt: Auch wenn man nur Hirnregionen anspricht, die für das Hören und Artikulieren zuständig sind, arbeiten beide Gehirnhälften mit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)