16. Januar 2014
Auch Urzeittiere hatten offenbar Rückenschmerzen.
Das haben Wissenschaftler des Berliner Museums für Naturkunde herausgefunden. Sie untersuchten die Fossilien eines 220 Millionen Jahre alten Krokodilsauriers im Computertomografen. Die Knochen zeigten deutliche Spuren einer entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung. Gleich an drei Stellen gab es Verwachsungen, die auf eine schmerzhafte Entzündung hindeuteten. Sie dürften dem Tier, das sowohl mit Sauriern als auch mit Krokodilen verwandt ist, von jungen Jahren an Probleme bereitet haben. Rückenleiden bei fossilen Reptilien sind bisher wissenschaftlich kaum dokumentiert.
Krokodilsaurier, auch Phytosaurier genannt, wurden drei bis sechs Meter lang. Sie lebten überwiegend im Wasser, konnten aber auch an Land gehen. Wie alt sie wurden, ist unklar. Geschätzt waren es - wie bei Krokodilen - mehrere Jahrzehnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)