16. Januar 2014

Gentherapie gegen Blindheit zeigt erste Erfolge

In der Bibel heißt es, Jesus könne Blinde heilen.

Heute liegen die Hoffnungen für so etwas eher auf der Gentherapie. Dabei wird ein Gen mithilfe eines genetisch veränderten Virus in die Netzhaut gebracht. Dadurch wird dort ein Protein hergestellt, das vorher fehlte, und so die Fähigkeit zu sehen verbessert. In der Forschung zur Gentherapie gegen Blindheit gab es schon einige Erfolge - jetzt berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt "The Lancet" von einem weiteren. Bei sechs Patienten mit einer relativ seltenen genetisch bedingten Augenkrankheit hat sich die Sehfähigkeit nach einer Therapie verbessert. Normalerweise verschlechtert sich der Zustand immer weiter, bis die Patienten schließlich erblinden. Die Forscher hoffen, dass sich Gentherapien in Zukunft auch bei anderen Augenleiden nutzen lassen.

Ob die Therapie später einmal tatsächlich medizinisch genutzt werden kann, müssen weitere Studien zeigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)