16. Januar 2014

Australian Open ziehen Karte der "Extreme Heat Policy"

Zehn Tennisspieler sind freiwillig aus dem Turnier ausgeschieden - bei den Australian Open ist es einfach zu heiß.

Vorgestern war ein Sportler mitten im Spiel in Ohnmacht gefallen - später warf er den Veranstaltern vor, die Wettbewerber in "unmenschlichen Bedingungen" spielen zu lassen. Die Veranstalter haben am dritten Turniertag mit über 40 Grad reagiert und ihre "Regeln für extreme Hitze" angewendet. Das heißt: Gespielt wird erst ab fünf Uhr nachmittags. Bei Matches draußen, die schon angefangen haben, wird der jeweilige Satz noch zu Ende gespielt, dann wird unterbrochen. In den größeren Stadien werden außerdem die Dächer geschlossen.

Bei der Bewertung der Temperaturen verlassen sich die Veranstalter nicht auf die normale Lufttemperatur, sondern auf die so genannte "Wet Bulb Global Temperature". Die bezieht auch die Luftfeuchtigkeit und den Wind mit ein. Auch das US-Militär verwendet die Skala - und empfiehlt dementsprechend, wieviel man sich in verschiedenen Uniformen bewegen und wieviel Wasser man trinken sollte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)