16. Januar 2014

Fischereichtum anhand kleiner Wasserprobe ermittelt

"Das Meer ist eine Suppe von Zellen, die von den Körpern der Meereslebewesen stammen."

So hat es der US-Forscher Ryan Kelly formuliert. Das sei zwar ein etwas unangenehmer Gedanke. Aber es hat offenbar einen klaren Vorteil: Anhand einer kleinen Wasserprobe lässt sich feststellen, welche Arten im Wasser leben. Das haben Kelly und seine Kollegen am größten Becken des Monterey-Bay-Aquariums in den USA gezeigt. Das fasst über 4,5 Millionen Liter. Welche und wie viele Fische darin leben war schon vor dem Experiment bekannt - deshalb ließ sich die Genauigkeit der Methode testen.

Das Ergebnis: Ein kleines Glas Wasser aus dem riesigen Becken reicht aus, um darin DNA von fast allen 13.000 Fischen zu finden, die darin leben. Die Wissenschaftler konnten die Arten und deren Häufigkeiten ermitteln und außerdem die ungefähre Masse aller Fische zusammen berechnen.

Die Methode könnte in Zukunft genutzt werden, um die Häufigkeiten von Fischarten im Meer zu bestimmen. Dafür soll sie als nächstes nahe der Küste von San Francisco getestet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)