16. Januar 2014
In unserem Tagesthema geht es heute um Zettel.
Das Wort hat sich aus dem lateinischen Wort "cedula" entwickelt. Damit meinte man schon damals ein kleines Blatt - zum Beispiel einen abgerissenen Streifen von einer Papyrusstaude. Daraus wurde später das mittelhochdeutsche Wort zedelen - das bedeutete "eine schriftliche Abmachung ausfertigen". Und später entwickelte sich dieses Verb zu "verzetteln" weiter, mit der Bedeutung "in Zettelkarteien festhalten".
Das Verb "anzetteln" im Sinne von "anstiften" stammt dagegen aus der Fachsprache der Weberei. Als "Zettel" werden dort auch die Längsfäden bezeichnet. Anzetteln bedeutet also ursprünglich: "ein Gewebe durch das Aufziehen der Längsfäden beginnen".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)