17. Januar 2014
Quallen sind keine schöne Sache, wenn man im Meer schwimmen will.
Forscher aus Kiel haben jetzt eine Entdeckung gemacht, die dabei helfen könnte, die glitschigen Meeresbewohner zu dezimieren. Allerdings warnen die Wissenschaftler davor, dass neue Wissen sorglos anzuwenden.
Es geht um ein Molekül mit dem Namen CL 390. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt "Current Biology" schreiben, konnten sie erstmals zeigen, dass dieses Molekül eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Ohrenquallen spielt: Es regt den geschlechtslosen Polypen an, eine Metamorphose zu durchlaufen und Quallen zu bilden. Die produzieren Eizellen, daraus werden Larven und schließlich wieder Polypen, die weitere Quallen hervorbringen.
Wenn man das Molekül chemisch blockieren könnte, wäre der Kreislauf unterbrochen. Genau davor warnen die Forscher aber: Man müsste dann das Meerwasser mit einem synthetischen Molekül sozusagen impfen. Die biologischen Konsequenzen davon wären nicht vorhersehbar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)