17. Januar 2014

Alexander der Große: Neue Vergiftungstheorie

Der Tod von Alexander dem Großen gibt der Wissenschaft immer noch Rätsel auf.

Er war ein großer Eroberer der Antike und starb am 10. Juni 323 vor Christus. Neuseeländische Forscher haben jetzt eine neue Theorie. Im Fachblatt "Clinical Toxicology" erläutern sie, wie man die Todesursache eines Menschen rekonstruiert, der vor über 2.300 Jahren gelebt hat - ohne Leiche.

Verschiedene historische Quellen sagen, Alexander der Große habe nach dem Genuss eines Bechers Wein aufgeschrien, weil ein stechender Schmerz durch die Eingeweide gefahren sei. Dann war er einige Tage krank und starb. Da liegt eine Vergiftung nahe.

Anhand der überlieferten Symptome haben die Forscher alle damals mutmaßlich verfügbaren Gifte in Szenarien durchgespielt. Ergebnis: Aller Wahrscheinlichkeit nach hat Alexander den Großen der Weiße Germer getötet. Die Pflanze enthält Alkaloide, die in die Nervenzellen eindringen und Lähmungen verursachen - irgendwann ist auch der Herzmuskel betroffen.

Zur Frage, wer Alexander dem Großen den Weißen Germer eingeschänkt hat, schreiben die Forscher nichts.

http://informahealthcare.com/doi/abs/10.3109/15563650.2013.870341?prevSearch=allfield%253A%2528Leo%2BSchep%2529&searchHistoryKey=

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)