17. Januar 2014
Hiroo Onoda hatte ein Leben wie aus einem verrückten Drehbuch.
Der japanische Soldat wollte bis in die 70er Jahre nicht glauben, dass der Zweite Weltkrieg vorbei ist. Er war im indonesischen Dschungel stationiert und kämpfte einfach auf eigene Faust weiter. Etwa 30 Menschen fielen ihm zum Opfer. Erst 1974 bekam er von seinem ehemaligen Vorgesetzten den Befehl zur Kapitulation. In Japan wurde Onoda nach seiner Rückkehr als Held gefeiert. Dann zog er nach Brasilien, um Viehzüchter zu werden. Später kam er in seine Heimat zurück und gründete eine Naturschule, die die Überflussgesellschaft in Japan anprangerte.
Jetzt ist Onoda nach Angaben seiner Familie im Alter von 91 Jahren in Tokio gestorben, an Herzversagen. Sein Leben wurde in der Dokumentation "The Last Surrender" im Jahr 2001 verfilmt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)