20. Januar 2014

Bachelor-Abschluss: Wirtschaftsexperten halten ihn für ausreichend

Die meisten Studenten in Deutschland wollen sich nur mit einem Bachelor-Abschluss nicht zufrieden geben.

Auch, weil sie glauben, dass alleine der Bachelor schlechtere Chancen auf einen Job bietet. Stimmt nicht, sagen zwei Wirtschaftsexperten in einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung". Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, und der Deutschland-Chef der Wirtschaftsprüfungsfirma Pricewaterhouse Coopers, Norbert Winkeljohann, sind sich sicher: Der Bachelor reicht in der Regel für den Berufseinstieg. 70 Prozent der Unternehmen sei es egal, ob ein Absolvent mit Bachelor oder Master daherkommt.

Dass so viele Studenten mehr Zeit und Geld investieren, um den Master oben drauf zu setzen, stehe dagegen in keinem Verhältnis zum späteren Ertrag. Eine Ausnahme sehen die beiden bei stark wissenschaftsorientierten Fächern wie Chemie oder Physik. Damit mehr Studenten nach dem Bachelor direkt in den Beruf einsteigen, fordern Straubhaar und Winkeljohann, dass der Staat und die Hochschulen ihre Mittel umverteilen, hin zu einer besseren Ausstattung beim Bachelor.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)