20. Januar 2014

"Dunkle Materie": Wissenschaftler wollen unerforschte Gene verstehen

Im Menschen und auch in anderen Säugetieren befindet sich "dunkle Materie".

So nennen Wissenschaftler Gene, bei denen noch nicht geklärt ist, welche Funktion sie haben. Dass sie für gar nichts gut sind, ist unwahrscheinlich, denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass auch diese scheinbar unnützen Gene seit vielen Millionen Jahren vererbt werden. In der Zeitschrift "Nature" beschäftigen sich Forscher der HU Berlin und der Uni in Lausanne mit diesen besonderen Genen. Sie haben dazu elf Arten verglichen, darunter war der Mensch und andere Primaten, aber auch die Hausmaus, das Schnabeltier, Amphibien und Vögel.

Eine Beobachtung, die sie gemacht haben, ist, dass die Gene bei den Säugetieren oft in Zusammenhang stehen mit der Entwicklung der Embryos. Sie könnten also dabei helfen, die Beziehung zwischen dem mütterlichen und dem kindlichen Organismus zu klären. Bis aber vollständig geklärt ist, wozu wir die "dunkle Materie" in uns tragen, ist noch einige Forschung nötig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)