20. Januar 2014

Milchstraße entstand offenbar von innen nach außen

Unsere Galaxie, die Milchstraße, hat die Form einer flachen Scheibe.

Seit gut 30 Jahren gibt es aber die Theorie, dass es in der Milchstraße noch eine zweite Scheibe aus Sternen, Planeten und Gaswolken gibt. Wissenschaftler des Europäischen Weltraumbeobachtungs-Projekts ESO sind sich jetzt sicher: Es gibt zwei Scheiben, aber sie hängen irgendwie auch zusammen.

Die Forscher haben mit einem der größten Teleskope der Erde in Chile neue Beobachtungen gemacht und können so genau wie noch nie zwischen älteren und jüngeren Sternen in der Milchstraße unterscheiden. Die älteren enthalten weniger bis gar kein Metall und liegen meistens in der inneren Scheibe. Sie sind älter als neun Milliarden Jahre.

Die jüngeren und vergänglicheren Sterne enthalten deutlich mehr Metall und liegen meistens in der äußeren Scheibe. Die Milchstraße hat sich also von innen nach außen entwickelt. Allerdings ist die Trennung zwischen den Scheiben unscharf, denn in beiden Ringen finden sich jeweils auch ältere und jüngere Sterne. Warum das so ist, wissen die Forscher (noch) nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)