20. Januar 2014

Institut für Risikobewertung: Glyphosat ist nicht gefährlicher als angenommen

Nur Pflanzen, die resistent sind, überleben.

Wenn Landwirte das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat spritzen, sterben alle anderen Pflanzen ab. Es kommen nur die durch, die genetisch verändert wurden, also zum Beispiel Getreide oder Obstbäume. Seit 2002 ist Glyphosat in der EU zugelassen und wird auf mehr als einem Drittel der Ackerflächen in Deutschland gespritzt.

Kritiker befürchten, dass der Stoff das menschliche Hormonsystem beeinflusst, zu Fehlbildungen führen könnte und zu einem höheren Krebsrisiko. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat mehr als tausend neue Studien ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Glyphosat ist nicht giftiger als angenommen. Es wurden keine Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung oder Unfruchtbarkeit gefunden. Das Institut warnt aber vor anderen Stoffen in den Pflanzenschutzmitteln. Die könnten giftiger sein als Glyphosat selbst. Bei der Zulassung von neuen Mitteln werde das aber berücksichtigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)